Region

Aus der Schweiz ins Languedoc, mit dem Auto


Vom Team Mademoiselle 6 Min. Lesezeit

Ein alter Wegweiser am Ufer eines Sees, vor bewaldeten Hügeln

Wer aus der Schweiz in die Ferien nach Südfrankreich fährt, spart sich Flughafen und Umsteigen: Von Genf sind es gut 500 Kilometer bis Agde, von Zürich knapp 800. Die Strecke führt durch das Rhonetal, und die A9 bringt Sie bis in den Hérault. Hier steht, was Sie vor der Abfahrt wissen sollten.

Die Strecke in Zahlen

Die Angaben gelten für Agde; bis Béziers oder Sérignan kommen einige Kilometer hinzu. Es sind Richtwerte für die reine Fahrzeit, ohne Pausen und ohne dichten Verkehr; sie schwanken von Routenplaner zu Routenplaner:

  • Genf: rund 510 Kilometer, etwa 5 Stunden
  • Lausanne: rund 565 Kilometer, 5½ bis 6 Stunden
  • Bern: rund 660 Kilometer, 6½ bis 7 Stunden
  • Basel: rund 770 Kilometer, 7½ bis 8 Stunden
  • Zürich: rund 780 Kilometer, etwa 8 Stunden

Ab Genf ist die Fahrt an einem Tag gut zu schaffen. Ab Bern, Basel und Zürich lohnt es sich, sie in zwei Etappen zu teilen: Mit einer Übernachtung unterwegs, etwa im Rhonetal, kommen Sie ausgeruht an.

Der Weg

Ab Genf schlägt der Routenplaner die Autobahn über Annecy und Chambéry nach Valence vor (A41, A43, A48, A49). Von dort führt die A7 durch das Rhonetal bis Orange. Hier zweigt die A9 ab, die „Languedocienne“: Sie umfährt Nîmes, erreicht den Hérault und führt an Montpellier vorbei. Für Agde nehmen Sie die Ausfahrt 34, „Agde – Pézenas“. Für Béziers und Sérignan führt Sie die Wegbeschreibung, die Sie nach der Buchung erhalten.

Aus Lausanne, Bern oder Zürich fahren Sie zuerst auf der A1 nach Genf. Aus Basel schlägt der Routenplaner einen anderen Weg vor: über Besançon und Lyon (A36, A39, A40, A42), danach auf der A7 nach Süden. Lesen Sie dazu den Abschnitt über Lyon weiter unten.

Maut, Tempo, Ausrüstung

Die Schweizer Autobahnvignette gilt in Frankreich nicht: Die Autobahnen sind dort größtenteils gebührenpflichtig. Auf den Strecken von VINCI Autoroutes, zu denen die A7 und die A9 gehören, zahlen Sie an der Mautstelle mit Visa oder Mastercard (auch kontaktlos) oder in bar (in Euro); mit einem Telepeage-Badge fahren Sie ohne Halt durch. Was Ihre Strecke kostet, berechnet der Tarifrechner von VINCI Autoroutes (auf Französisch).

Auf französischen Autobahnen gelten 130 km/h, bei Regen 110 km/h. Warnweste und Warndreieck gehören ins Auto: Frankreich schreibt beides vor.

Die Crit’Air-Plakette

Der einzige Punkt, der etwas Vorbereitung braucht, ist die Umweltplakette. In Frankreich gibt es zahlreiche Umweltzonen („zones à faibles émissions“), in denen die Crit’Air-Plakette (die Umweltvignette) vorgeschrieben ist, auch für Fahrzeuge mit Schweizer Kennzeichen. In der Nähe Ihrer Strecke haben mehrere Städte eine solche Zone, darunter Annecy, Lyon, Nîmes und Montpellier. Nach den Angaben des französischen Umweltministeriums sind in Annecy und Nîmes derzeit nur nicht klassierte Pkw ausgeschlossen, also die ältesten. Zwei Zonen verdienen einen Blick:

  • Lyon. Die Zone der Métropole umfasst nach deren Angaben auch die großen Achsen: die Stadtautobahnen M6 und M7 (die frühere A6 und A7 durch die Stadt), den Boulevard périphérique Nord und den Boulevard Laurent Bonnevay. Eine Durchfahrt ist nicht ausgenommen. Seit dem 1. Januar 2025 dürfen dort Pkw der Klassen Crit’Air 3, 4 und 5 sowie nicht klassierte Pkw nicht mehr fahren; betroffen sind Benziner bis Euro 3 und Diesel bis Euro 4. Die Route ab Basel führt nach dem Routenplaner über den Boulevard Laurent Bonnevay, also durch die Zone. Gehört Ihr Wagen zu diesen Klassen, umfahren Sie Lyon im Osten über die Rocade Est und die A46, die außerhalb der Zone liegen. Auf dem Weg über Chambéry und Valence berühren Sie Lyon gar nicht.
  • Montpellier. Seit dem 1. Juli 2026 umfasst die Zone alle Gemeinden der Métropole, doch nach dem Erlass der Métropole bleiben die A9 und ihre Zufahrten für den Durchgangsverkehr ohne Einschränkung offen. Wer die Autobahn verlässt, etwa für einen Halt in der Stadt, braucht die Plakette: Sie ist dort für alle Fahrzeuge Pflicht. Für Pkw gelten dieselben Ausschlüsse wie in Lyon, doch hat die Métropole ihre Übergangsphase verlängert und die Bußgelder auf 2027 verschoben.

Nach der Liste des französischen Umweltministeriums gibt es in Agde, Béziers und Sérignan keine Zone.

Unser Rat: Bestellen Sie die Plakette, auch wenn Sie nur durchfahren. Sie kostet 5,11 Euro einschließlich Versand (service-public.gouv.fr), gilt, solange das Fahrzeug fährt, und lässt Ihnen die Freiheit, in einer Stadt anzuhalten; ohne Plakette riskieren Sie in einer Zone in der Regel 68 Euro Bußgeld, selbst wenn Ihr Fahrzeug die Auflagen erfüllt. Für im Ausland zugelassene Fahrzeuge läuft die Bestellung nur online über certificat-air.gouv.fr (auf Französisch), und die Plakette kommt per Post an die Adresse im Fahrzeugausweis, nach etwa zwei Wochen: Bestellen Sie früh. Auch der Touring Club Schweiz (TCS) bietet sie an. Die Euro-Norm steht im Schweizer Fahrzeugausweis; die Plakette wird unten rechts an die Windschutzscheibe geklebt, auf der Beifahrerseite.

Die Regeln ändern sich: Prüfen Sie den Stand vor der Abreise auf der Seite der französischen Behörden und in der Übersicht des TCS (auf Französisch).

Pausen unterwegs

Die Strecke bietet mehr als Raststätten. In Orange, dort, wo die A9 von der A7 abzweigt, steht das Römische Theater, seit 1981 UNESCO-Welterbe. Etwas weiter, an der Ausfahrt 23 (Remoulins), liegt der Pont du Gard, ein römisches Aquädukt aus dem 1. Jahrhundert, seit 1985 UNESCO-Welterbe. Und die Ausfahrt 34 führt nicht nur nach Agde, sondern auch nach Pézenas: Wer noch nicht ankommen möchte, macht dort Mittagspause, in der Stadt Molières (Pézenas auf den Spuren von Molière).

Ihre Ankunft

Sobald Ihr Aufenthalt gebucht ist, senden wir Ihnen die genaue Adresse, die Wegbeschreibung und einen sicheren Link für Ihre Registrierung. Bei Ihrer Ankunft erwartet Sie ein Mitglied unseres Teams an der Villa, überreicht Ihnen die Schlüssel und führt Sie durch das Haus. Nennen Sie uns Ihre Ankunftszeit bitte schon mit der Buchung; hält die Fahrt Sie auf, geben Sie uns Bescheid (unsere häufigen Fragen).

Wer früh losfährt, kommt vielleicht vor der üblichen Ankunftszeit an. Eine frühere Anreise schenken wir Ihnen, wenn die Belegung der Villa es erlaubt; unsere Antwort erhalten Sie 24 Stunden vorher, nie früher (mehr dazu). Bettwäsche und Handtücher in Hotelqualität sind im Preis inbegriffen: Sie müssen sie nicht einpacken. Und damit der Kühlschrank gefüllt ist, wenn Sie ankommen, liefert unser Concierge-Service auf Wunsch Einkäufe vor Ihrer Ankunft, auf Anfrage und mit Kostenvoranschlag.

In den Herbstferien

Die Schulferien legen die Kantone selbst fest; die Übersicht der EDK führt die Daten aller Kantone auf. Reisen Sie in den Herbstferien, gilt für den Pool das, was für den ganzen Herbst gilt: Die Beheizung ist inklusive, wenn die Villa damit ausgestattet ist und das Wetter es zulässt (Ist der Pool beheizt?). Auf der Seite jeder Villa steht, ob ihr Pool beheizt ist. Mehr zur Jahreszeit lesen Sie in Südfrankreich im Herbst.

Lieber fliegen?

Auch die Anreise mit dem Flugzeug ist möglich, mit Direktverbindungen aus mehreren Ländern; die Flughäfen stellt unser Artikel Mit dem Flugzeug nach Agde vor.

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Unsere Villen finden Sie unter Unsere Villen, nach Ort auf den Seiten Ferienvilla in Agde, Ferienvilla in Sérignan und Ferienvillen rund um Béziers. Unser Team berät Sie gern bei der Wahl, und unser Concierge-Service plant mit Ihnen den Rest Ihres Aufenthalts.

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